Die hausgemachte Treibstoffkrise und gezielte Schläge gegen die Exportlogistik haben nun eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kremls erreicht: den Getreideexport. Nachdem Russland bereits seinen Status als verlässlicher Öllieferant verloren hat, bricht nun das nächste Milliarden-Geschäft zusammen.
Die Krise im russischen Süden verschärft sich dramatisch:
Ernte im Verzug: Wegen akutem Treibstoffmangel hinkt die Getreideernte im Süden Russlands bereits ein bis zwei Wochen hinterher. Je länger das Korn auf den Feldern steht, desto drastischer sinkt die Qualität.
Seewege blockiert: Nach Angriffen auf die russische „Schattenflotte“ wurden der Asow-Don-Kanal und die Straße von Kertsch gesperrt. Über diese Route lief ein Viertel aller russischen Weizenexporte (vor allem aus den Regionen Rostow und Krasnodar). Das Getreide staut sich nun tonnenweise in Elevatoren, LKWs und Häfen.
Bisher profitierte Moskau davon, ukrainische Häfen zu bombardieren und geraubtes Getreide aus den besetzten Gebieten der Ukraine zu verkaufen, was Russland im letzten Jahr rund 11 Milliarden Dollar einbrachte. Jetzt schlägt die Realität zurück: Die russische Exportmaschinerie ist lahmgelegt.
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