Europäische Beamte und Analysten werfen geschaffenen Netzwerken mit Verbindungen zu Russland vor, die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta gezielt zur Spaltung der Europäischen Union ausgenutzt zu haben. Brüssel spricht offen von einer direkten Beteiligung Moskaus an der Verbreitung von Falschinformationen und manipulierten Inhalten. Neben anonymen Bot-Farmen wurden staatliche russische Medien und diplomatische Kanäle eingesetzt, um koordinierte Narrative an ein internationales Publikum zu übermitteln.
Laut einer Analyse der Anti-Desinformationsgruppe 411, über die The Guardian berichtete, nutzten pro-russische Akteure den Ausbruch der Krise, um das Bild eines „Niedergangs des Westens“ zu zeichnen. Dabei wurden Narrative über einen „organisierten Angriff“, eine angebliche „Komplizenschaft der Behörden“, eine „islamische Invasion“ sowie antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet. Als zentrale Knotenpunkte fungierten der mit dem russischen Geheimdienst verbundene Kanal Rybar und Konten des Propagandanetzwerks „Prawda“.
Experten betonen, dass die Manipulationen rund um Ceuta Teil einer umfassenden Strategie der hybriden Kriegsführung des Kremls gegen Europa sind. Ähnliche Methoden der Destabilisierung und gezielten Einflussnahme werden regelmäßig auch bei Wahlen in Schlüsselstaaten der EU wie Deutschland und Frankreich beobachtet.
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