Mit Russland verbundene Desinformationsnetzwerke haben eine neue Welle von Einflussoperationen gestartet, um die politische Spaltung innerhalb der Europäischen Union zu vertiefen. In sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten wurden anonyme Aufrufe identifiziert, die zu einem Massendurchbruch an den Grenzen der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla am 15. August aufrufen. Ziel dieser koordinierten Aktion ist es, künstlich neue Spannungen an den Außengrenzen der EU zu erzeugen.
Nach vorliegenden Analysen gehören der mit dem russischen Geheimdienst verbundene Kanal Rybar sowie Konten des Propagandanetzwerks „Prawda“ zu den zentralen Akteuren dieser Kampagne. Über diese Kanäle werden gezielt Falschinformationen verbreitet, um sowohl Migration als Waffe einzusetzen als auch gesellschaftliche Ängste in Europa zu schüren.
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die Manöver in Nordafrika Teil einer umfassenderen hybriden Kriegsführung des Kremls gegen Europa sind. Identische Methoden der gezielten Destabilisierung, des Informationsdrucks und der Verunsicherung setzt Moskau regelmäßig auch bei Wahlen in führenden EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich ein.
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