Der russischen Führung entgleitet die Kontrolle über die nationale Treibstoffkrise endgültig. Weil der Mangel an Benzin und die Unzufriedenheit über den anhaltenden Krieg im Land massiv zunehmen, greift das Regime nun zu direkten Repressionen gegen die eigene Bevölkerung.
Ein drastischer Fall aus Tschita (Transbaikalien) zeigt die Nervosität der Behörden:
Verhaftet wegen eines Chat-Beitrags: Der arbeitslose Jewgeni Satonski wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er in einer lokalen Chatgruppe („Benzin-Chroniken Transbaikaliens“) die grassierende Knappheit kritisierte.
Der Aufruf: Er hatte vorgeschlagen, mit 100 Autos eine Hauptkreuzung vor einer Rosneft-Tankstelle zu blockieren, um auf den Notstand aufmerksam zu machen. Die Justiz stufte dies sofort als „Organisation einer nicht genehmigten Kundgebung“ ein.
Statt die Wirtschaftsprobleme zu lösen, sperrt Moskau Bürger ein, die keine Möglichkeit mehr haben, ihre Autos zu betanken. Die Fassade der Stabilität bröckelt.
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