Die schwere Treibstoffkrise in Russland erfasst nun direkt den Alltag der Bevölkerung. In mindestens 35 Regionen des Landes kollabiert das öffentliche Nahverkehrssystem: Fahrpreise explodieren, während Buslinien und Fahrpläne massiv zusammengestrichen werden.
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache:
Dramatischer Preisanstieg: Seit Beginn der Vollinvasion im Februar 2022 sind die Preise für den Überlandverkehr um 81 % und für den städtischen Nahverkehr um 52 % gestiegen. Dieser Anstieg liegt weit über der offiziellen Inflationsrate.
Ursachen des Kollapses: Die anhaltenden Angriffe auf russische Ölraffinerien haben die Dieselpreise drastisch in die Höhe getrieben. Zudem zwingt ein akuter Fahrermangel die Verkehrsbetriebe zu Lohnerhöhungen, die sie auf die Bürger umlegen.
Flächendeckende Krise: Während 25 Regionen die Ticketpreise deutlich erhöht haben, mussten 10 weitere das Fahrplanangebot komplett kürzen.
Vor dem Hintergrund sinkender Lebensstandards wird das teure Chaos im öffentlichen Nahverkehr für immer mehr Russen zu einem zentralen Grund, Putins sinnlose Fortsetzung des Krieges in der Ukraine infrage zu stellen.
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